Der unnötiege Tranzport zum Arzt

Am 01.04. wurde mein Katheter gewechselt, kein grosses Ding ist alle 6 Wochen fällig. Nur dieses mal sass er nicht richtig ich war ständig nass, weil ich Blasenkrämpfe hatte und mein Urin lief nur teilweise in den Uranbeutel, der Rest durch die Harnröhre in die Windel. Ein echt schönes Gefühl :-(  Am 03.04. wurde der Urologe W. Der mir den Katheter gewechselt hat angerufen und meine Beschwerden mitgeteilt. Der sagte den Katheter fixieren mit Hilfe eines Verbandspacks (Mullplatten + Pflaster) und beobachten. Es wurde nicht besser und am 04.04. nach einem erneuten Telefonat sollte ich in seine Praxis kommen. Kein Problem nur ein Zeitaufwand vieler und unverschämte Kosten, nicht ich zahle sondern die Krankenkasse. Die Praxis ist ca. 3 Autominuten vom Heim entfernt, der Urologe konnte also nicht in seiner Pause oder überhaupt an diesem Tag zu mir ins Heim kommen. Das bedeute die Pflegekraft musste den Transport bestellen und die Papiere dafür fertigmachen. Der Transport wird durch das DRK im Krankenwagen durchgeführt. Der Innenraum des Wagens muss desinfiziert werden und die Sanitäter müssen sich gegen Keime schützen, d.H. Schutzbrille, Mundschutz, Gummihandschuhe und einen Kleiderschutz tragen. Also mich auf die Trage, in die Praxis fahren, dort wird mein Katheter von 18 auf 20 getauscht. Der Wechsel dauerte 20 Sekunden dann zurück ins Heim. Das ganze dauerte 40 Minuten kostet der Krankenkasse ca. 1000 € und die Umwelt hat 3 Mundschütze, 4 paar Gummihandschuhe und 4 Kleiderschütze am Hals, denn ich habe ESBL und der Fahrer musste sich zum Fahren umziehen. Seit 8 Jahren habe ich einen 18er Katheter nur weil er nicht richtig lag soll ich nun mit einem 20er leben? Wohl kaum ich hatte schon mal einen 20er und kam damit nicht klar, hätte der Urologe alles seiner Akte stehen. Aber die hat er wohl nicht gelesen sowie er nicht ins Heim kommen konnte. Es ist kein Wunder, das die Krankenkassenbeiträge bei so was nicht fallen.