Quarantäne

 

Seit Freitag, dem 12.02. stehe ich unter Quarantäne.
Und zwar nicht, weil ich positiv auf Corona getestet wurde, wie man vermuten würde.
Nein, eine Pflegekraft, die mich am 10. und 11. morgens fertig machte (Sie trug dabei Handschuhe, eine FFP2 Maske und war zusätzlich verkittelt, weil ich schon länger einen 3MRGN Keim im Urin habe.) wurde positiv getestet. Deswegen sitze ich und auch wohl sieben andere Bewohner in Quarantäne. Und werde nun bis zum 22. täglich getestet. Und das im Rachen, denn wenn ein Abstrich in der Nase gemacht wurde, und es mich dabei auch nur ein wenig kitzelt, zuckt mein Kopf unkontrollierbar umher. Da riskiere ich doch nicht eine Verletzung nur weil es genauer in der Nase sein soll. Ich halte eh nichts von so vieler Testereien. Denn soviel ich weiß, steigt bei der Erhöhung der Tests, die Anzahl der falsch positiven Ergebnisse.
Und am 20. Januar, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf hingewiesen, dass nur schwach positive Covid-19-Befunde vorsichtig bewertet und gegebenenfalls mit einem erneuten Test überprüft werden sollten – vor allem dann, wenn der Getestete keine oder nur schwache Krankheitssymptome zeigt. Zugleich wird angemerkt, dass bei sinkender Verbreitung des Virus die Wahrscheinlichkeit falsch positiver Befunde auf Sars-CoV2 steige.

 

Diese Fehlerquote vom dem hier verwendeten Corona Schnelltest kenne ich nicht, aber jeder Test hat eine Fehlerquote.
Z.B. hat ein Schwangerschaftstest eine Fehlerquote von 5%. Testet man damit 100.000 Männer, sind davon 5.000 schwanger.

 

Da ich die Zeit habe beschäftige und informiere ich mich fast täglich mit dem Virus, ich gehöre ja zu der besonders gefährdeten Personen.
Und der PCR Test weißt nur einen Teil des ganzen Virus nach und sagt gar nichts darüber aus ob man infektiös ist oder nicht.

 

Mich stört die Quarantäne kaum, denn nachdem Tod meiner Eltern, habe ich keinen Grund mehr dafür, mein Zimmer zu verlassen. Ausserdem ist diese Jahreszeit nichts für mich, da ich mich kaum bewegen kann. Aber was ist mit den anderen Betroffenen? Und was ist mit den Therapien?
Jetzt stehen wir nur unter Beobachtung und schon jetzt meiden uns viele Therapeuten. Was ist dann erst bei einem positiven Test...

 

Und was für einen Aufwand betrieben wird.
Das bei allen Bewohner täglich die Temperatur kontaktlos gemessen wird, dass ist ja schon seit Monaten so. Aber jetzt ist während der Quarantäne muss sich die Pflege etwas mehr schützen mit: Schutzkittel, Haar Netz, Schutzbrille oder Kopf Visier und Handschuhe tragen.
Ich glaube die sind froh, dass wir gerade keinen Sommer haben.