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Das Pflegeheim in Mölln

Liegend in einem Taxi (ein ausrangierter Krankenwagen) traf ich im neuen Heim ein. Nun stellte ich folgende Änderungen fest:

  • Hier sind Tiere erlaubt also durfte der Hund meiner Eltern mit mich besuchen. In Bad Segeberg waren sie verboten da im Haus nicht nur das Heim war.

  • Es gab hier nun einen Heimbus mit dem man Ausflüge macht oder man kann ihn sich ausleihen.

  • Hier hat jeder Bewohner eine Bezugspflege, die sich speziell um einen kümmert. Natürlich nichts versautes!

  • Ich wurde nun anders gelagert anstatt Kissen im Rücken hatte ich nun Schaumstoffrollen links und rechts. Das hat den Vorteil, das ich mich nicht mehr ins Gitter husten konnte. Denn wenn ich huste dann mit dem ganzen Körper.

  • Man wird nicht nur morgens gewaschen sondern auch Mittags frisch gemacht.

  • Nicht wie bisher einmal sondern zweimal in der Woche werde ich geduscht und meine Füsse stiessen nicht mehr unten an die Duschliege sie ist nun offen.

Aber die beste für mich ist das ich untenrum nicht mehr nackig liegen muss. Denn in Bad Segeberg lag ich halb nackt im Bett. Mich störte es nicht das andere mein Gehänge sahen sondern bei Spontanurin wurde meine Zudecke nass und musste gewechselt werden. Das kam öfter vor und nervte mich tierisch. Nun habe ich eine Vorlage um + einen Slip an oder eine Windel um.

Die wichtigste Änderung ist das mein Bruder nun mich betreuen darf. In Bad Segeberg durfte er nicht weil seinem Arbeitgeber auch das Heim gehörte indem ich war. Es waren verschiedene Abteilungen aber gehören einem. Nun war er mein medizinischer Betreuer meine Mutter weiterhin meine Hauptbetreuerin. Was eine Bezugspflege so alles macht sollte ich schnell erfahren. Sie bekam mit wie ich mit meinen Eltern über das im Rollstuhl sitzen redete. Ich wollte das meine Eltern mir eine Schaumstoffunterlage für meine Arme wenn ich im Rolli bin besorgten. Nein, sagte meine Bezugspflege da kümmere sie sich drum. Sie sagte es der Physiotherapeutin und die beauftragte ein Sanitätshaus damit. Kurze darauf wurde mir ein Kissen geliefert und die Krankenkasse bezahlte es.

Dann kam der erste Winter im neuen Heim und der Hausarzt fragte nach ob eine Grippeschutzimpfung mit Vorbeugung gegen Lungenentzündung gespritzt werden sollte. Na klar kostet mich ja nichts. Das war wie sich bald raus stellte ein Fehler. Denn ein paar Wochen später kam ich ins Krankenhaus mit einer Lungenentzündung. Verdammt, ich hatte noch nie eine und die Erklärung des Arztes fand ich nicht logisch. Nur finde ich was für unlogisch kann man mir