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Die Frühreha im Neurologischem Zentrum

Ob das ein künstliches oder natürliches Koma war hat mich nie interessiert. Es war voller Träume, keine normalen alle handelten von Behandlungen in Krankenhäusern. Sie waren echt schräg an einige kann ich mich erinnern. Ihren Inhalt behalte ich für mich. Von der Welt um mich herum bekam ich nichts mit aber das ich von Lübeck nach Bad Segeberg verlegt wurde bekam irgendwie mein Unterbewusstsein mit denn nun träumte ich von Segeberger Krankenhäusern. Langsam wurde ich wacher ich band die Frührehageräusche (Das Piepen der Geräte) in meine Träume ein. Als ich so sachte immer wacher wurde, dachte ich bleibe doch bei diesem Traum, doch es war keiner. Als ich wieder klar im Kopf war stand mein Bruder vor meinem Bett. Er ist nicht nur mein Bruder, sondern seit Dezember 1996 Leiter der Frühreha im Neurologischem Zentrum in Bad Segeberg wo ich nun lag. Wenn ich ihn verstehen würde soll ich 2x hintereinander die Augen schliessen, was ich dann tat. Denn die Augen konnte ich teilweise und die Augenlider ganz bewegen, sonst gar nichts. Na super, ich liege in einen Krankenzimmer, kann mich nicht bewegen oder sprechen, habe eine Röhre im Hals (stellte sich später als Trachealkanüle raus) und mein Bruder quatschte mich voll. Das habe ich mir schon immer gewünscht (Ironie pur). Natürlich quatschte er nicht, sondern erklärte mir meine Lage. Das ich mich kaum an das Lübecker Krankenhaus erinnern konnte sei normal, er holte mich nach Segeberg weil sie mir dort viel besser helfen könnten. Ich wurde nun künstlich ernährt und viel Therapien würde man mit mir machen. Morgens wurde ich von ihm gewaschen oder geduscht und ich glaube noch heute daran, das seine Leute darauf wetteten ob er mich blutig rasierte. Denn sooft wie mein Bruder schnitt mich beim Nassrasieren keiner jemals wieder. Und zum Duschen musste man mich durch die halbe Station schieben an vielen seiner Leute vorbei. Es war nicht einfach für mich mit der Situation klarzukommen. Ich konnte gar nichts mehr: waschen,

Zähne putzen, Finger-und Fussnägel schneiden, essen, rinken, anziehen und sprechen. Aufs Klo gehen war nicht, nö ich kackte ins Bett und pinkelte durch einen Harnröhrenkatäter. Also ihr Perversen da draussen ich kenne das Buch: Ich habe mich versehentlich auf den Staubsauger gesetzt, ich fand es überhaupt nicht erotisch. Weder das mir was in die Harnröhre geschoben wurde noch das ins Bett kacken. Denn schon als Kleinkind wird einem beigebracht AA nicht in die Hose/Bett zu machen, man war das eine Umgewöhnung. Einmal in der Woche übergab ich mich, denn mein Magen fand wohl die nstliche Ernährung, die von morgens bis abends lief nicht wirklich gut. Aber er gewöhnt sich nach Wochen daran. Meine Eltern besuchten mich täglich und brauchen so einiges mit z.B. Kleidung, Waschzeug etc. wofür ich dankbar war. Bis auf die Poster,